Förderungsmöglichkeiten

Hier finden sie alle Informationen zu Förderungsmöglichkeiten für Ihren Kurs an der AGSUS Akademie.

Die AGSUS Akademie GmbH wird sich um eine ständige Aktualisierung bemühen, kann aber nicht zusichern, immer den aktuellsten Stand wiederzugeben.

AFBG

Über das AFBG besteht ein individueller Rechtsanspruch auf Förderung einer Aufstiegsfortbildung. Also zum Beispiel zum/zur Meister, Fachwirt, oder ähnlich. Die Förderung ist altersunabhängig. Angestrebt werden muss in der Regel ein sogenannter öffentlich-rechtlicher Abschluss, d.h. zum Beispiel ein staatlicher Abschluss oder Kammerabschluss. Weiterhin muss die Fortbildung mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen und i.d.R. - bei berufsbegleitenden Fortbildungen - im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden je Monat aufweisen und bei Vollzeitlehrgängen in der Regel mindestens 25 UE an 4 Unterrichtstagen/Woche vorsehen.

Weitere Informationen sowie Anschriften der Förderstellen unter: www.aufstiegs-bafoeg.de.

Bundesprogramm Bildungsprämie / Bildungscheck

Einen Prämiengutschein für berufliche Weiterbildung - einschließlich der Kosten eventueller Prüfungen - können Erwerbstätige erhalten, die mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Einkommen nicht über 20.000,00 EUR (bzw. 40.000,00 EUR bei gemeinsam Veranlagten) liegt. Auch Mütter und Väter in einer Elternzeit oder Ruheständler mit Nebentätigkeit können einen Gutschein erhalten. Die Höhe des Prämiengutscheins beläuft sich auf maximal 50 % der Weiterbildungskosten und maximal 500,00 EUR. Die Höhe der Gesamtkosten einer Weiterbildung spielt dabei keine Rolle. Außer in den Bundesländern Schleswig- Holstein, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Hier werden nur Weiterbildungsteilnahmen gefördert, deren Gesamtkosten nicht über 1000,00 EUR liegen. Entscheidend ist aber nicht, in welchem Bundesland der Antragsteller wohnt, sondern in welchem Bundesland die Weiterbildung durchgeführt wird. Voraussetzung für die Förderung ist die - vor dem Beginn der Weiterbildung erfolgende - Inanspruchnahme einer Beratungsstelle, die dann auch den Prämiengutschein ausgibt.

Diese Beratungsstellen finden Sie unter:
www.bildungspraemie.info
Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit / Jobcenter

Mit beruflicher Weiterbildung sollen berufliche Kenntnisse erweitert und der technischen Entwicklung angepasst werden. Ziel beruflicher Weiterbildung ist auch die Vermittlung eines beruflichen Abschlusses. Liegen alle Voraussetzungen für eine Förderung vor, erhalten Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit oder Ihrem Jobcenter einen Bildungsgutschein. Mit diesem werden Ihnen die Übernahme der Weiterbildungskosten und gegebenenfalls die Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes zugesichert.

Wer kann gefördert werden?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, bei denen die Weiterbildung notwendig ist,

  • damit Arbeitslosigkeit beendet oder
  • eine drohende Arbeitslosigkeit abgewendet werden kann oder
  • um einen fehlenden Berufsabschluss nachzuholen.
  • Welche Voraussetzungen muss die Weiterbildung erfüllen?
  • die Weiterbildung, die Sie besuchen möchten, muss für die Förderung zugelassen sein. Auch die Bildungseinrichtung selbst benötigt eine Zulassung durch eine fachkundige Stelle.

Wie sieht die Förderung aus?

Auf dem Bildungsgutschein sind das Bildungsziel, die Dauer der Maßnahme und der regionale Geltungsbereich vermerkt. Sie müssen ihn bei einer Bildungseinrichtung Ihrer Wahl einlösen, solange er gültig ist. Der Bildungsgutschein enthält auch Angaben dazu, welche Weiterbildungskosten (zum Beispiel Lehrgangskosten oder Fahrtkosten) übernommen werden. Für die Zeit der Weiterbildung kann Ihnen Arbeitslosengeld gezahlt werden.

Bei Bildungsgutscheinen ist noch folgendes zu beachten: die Berater der Arbeitsagenturen bzw. ARGEN fragen häufig nach einer sogenannten Maßnahme Nummer. Diese erhalten wir als Anbieter erst dann auf Antrag, wenn ein erster Bildungsgutschein für den jeweiligen Lehrgang ausgestellt wurde. Weil Bildungsgutscheine maximal eine Gültigkeitsdauer von 3 Monaten haben, kann ein solcher frühestens 3 Monate vor dem geplanten Beginn eines Lehrgangs vorliegen.

Aufgrund der erforderlichen Bearbeitungszeiten der beteiligten Stellen (die Arbeitsagentur, die den Bildungsgutschein ausstellt, wir, die Arbeitsagentur, die die Maßnahme Nummer vergibt) ist deshalb in der Regel erst ca. 6 Wochen vor Lehrgangsbeginn mit der Maßnahme Nummer zu rechnen. Das Verfahren kann u.U. gerade durch Ihren Bildungsgutschein beschleunigt werden.

Bitte beachten Sie, dass es einen Bildungsgutschein immer nur dann geben kann, wenn vor Beginn der Teilnahme eine Beratung durch die Agentur für Arbeit oder ARGE/Jobcenter erfolgt ist.

WegEBau - Sonderprogramme der Agentur für Arbeit / Jobcenter

Die Abkürzung "WeGebAU steht für "Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen Mit WeGebAU fördert der sogenannte Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen die Weiterbildung von gering qualifizierten Personen und älteren Arbeitnehmern, um deren Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Gefördert werden können z.B. die Weiterbildungskosten für ältere Arbeitnehmer, wenn der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt während der Weiterbildungsmaßnahme fortzahlt oder ein Zuschuss zum Arbeits-entgelt, wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer unter Fortzahlung von Arbeitsentgelt freistellt. Ebenfalls können Weiterbildungskosten bei un- und angelernten Arbeitnehmern zum Nachholen eines Berufsabschlusses übernommen werden.

Förderung über Renten- oder Unfallversicherungsträger

Hinsichtlich weitergehender Informationen sprechen Sie bitte ggf. die zuständigen Berater/in Ihres Reha-Trägers an.

Berufsförderung der Bundeswehr

Grundsätzlich können unsere Angebote als förderungsfähig angesehen werden. Erfahrungsgemäß stimmen Soldaten/Soldatinnen ihre berufliche Förderung in intensiver Beratung mit den für sie zuständigen Beratern des BFD ab, so dass wir hier auf eine weitergehende Darstellung der Fördermöglichkeiten verzichten.

Landesprogramme, Bundesprogramme

Fast alle Bundesländer haben landesspezifische Förderprogramme unter Einbeziehung von ESF-Mitteln, mit denen die Weiterbildung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Betrieben (KMU) gefördert werden kann. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist jeweils ein erster Wohnsitz im jeweiligen Bundesland.

Nordrhein-Westfalen

Hier kann ein Bildungsscheck in Höhe von 50 % der Weiterbildungskosten bzw. maximal 500,00 EUR beantragt werden. Erhalten können den Zuschuss Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Vorrangig - aber nicht ausschließlich - richtet sich das Förderprogramm an Zugewanderte, Un- und Angelernte, Beschäftigte ohne Berufsabschluss und Berufsrückkehrende. Die Anträge können sowohl individuell wie auch vom Betrieb gestellt werden. Gefördert werden kann nur die Teilnahme an Veranstaltungen von zertifizierten Anbietern. Nähere Informationen unter:

https://www.weiterbildungsberatung.nrw/foerderung/bildungsscheck

Schleswig-Holstein

Förderbar sind Seminare (die Veranstalter sollen i.d.R. ihren Sitz in Schleswig- Holstein haben) von 16 - 400 Stunden. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 50 % der Kosten, aber maximal 2000,00 EUR Der Arbeitgeber muss mindestens 50 % der Weiterbildungskosten tragen. Weitere Informationen:

http://www.ib-sh.de/die-ibsh/foerderprogramme-des-landes/landesprogramm- arbeit/landesprogramm-arbeit-aktion-c4

Hamburg

Als Hamburger Klein- und Mittelbetrieb oder als Beschäftigte/r eines solchen können nach dem ESF-Programm "Hamburger Weiterbildungsbonus 2020" Fördermittel von bis zu 75 % (in der Regel 50 %) der Qualifizierungskosten und bis max. 750,00 EUR je Person sowohl für Einzelseminare wie auch für langfristige berufsbegleitende Lehrgänge oder Vollzeitmaßnahmen beantragt werden. Voraussetzung ist eine Beratung durch die das Förderprogramm verwaltende ZWEI:P, Haferweg 46, 22769 Hamburg. Schwerpunkte des Programms liegen bei gering Qualifizierten, Alleinerziehenden, Personen mit Migrationshintergrund und Selbstständigen in der Aufbauphase. Weitergehende Informationen finden Sie unter:

http://www.weiterbildungsbonus.net

Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen des Programms "Arbeit durch Fortbildung und Innovation" wird berufliche Weiterbildung für Unternehmen gefördert. Der mögliche Zuschuss beträgt maximal 75 der zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. maximal 500,00 EUR je Weiterbildungsmaßnahme. Anträge sind bei der GSA Gesellschaft für Struktur und Arbeitsmarktentwicklung (www.gsa-schwerin.de) zu stellen. Bewilligungsstelle ist das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern. Voraussetzung für die Förderung ist zudem, dass der Weiterbildungsträger über eine Anerkennung als Einrichtung der Weiterbildung nach dem Weiterbildungsgesetz des Landes MV besitzt oder mit entsprechenden Einrichtungen kooperiert.

Brandenburg

Jede/r sozial Versicherungspflicht Beschäftigte kann in Brandenburg einmal jährlich einen Bildungsscheck bekommen, der für die individuelle berufliche Weiterbildung eingesetzt werden kann. Voraussetzung ist ein vorhergehendes Beratungsgespräch. Gefördert werden bis zu 70 % der Weiterbildungskosten bis zu einer Förderungshöhe von maximal 500,00 EUR. Nähere Informationen unter:

www.masf.brandenburg.de

Niedersachsen

In Niedersachsen steht mit dem Programm "Weiterbildung in Niedersachsen" ebenfalls ein über den ESF mitfinanziertes Programm zur Verfügung. Gefördert werden kann die - allgemein am Arbeitsmarkt verwertbare - berufliche Weiterbildung
von Beschäftigten aus Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Niedersachsen. Ebenfalls gefördert werden können Betriebsinhaber von Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. Antragsteller muss das jeweilige Unternehmen sein. Gefördert werden Kosten von bis zu 25,00 EUR je Stunde und maximal 50 % der entstehenden Kosten. Dabei können auch die Personalausgaben für die zu qualifizierenden Mitarbeiter in Ansatz gebracht werden. Beschäftigte im öffentlichen Dienst können nicht gefördert werden. Eine Ausnahme stellen Personen aus den Bereichen Vorschulische Erziehung sowie Altenpflege/-hilfe dar. Weitere Informationen unter:

http://www.nbank.de/Privatpersonen/Ausbildung-Qualifikation/Weiterbildung-in- Niedersachsen

Bremen

Das über den ESF mitfinanzierte Bremer Landesprogramm „Weiter mit Bildung und Beratung“ sieht die Möglichkeit von Weiterbildungsschecks für die folgendenPersonen/Gruppen vor: - Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten: Förderhöhe bis zu 500,00 EUR je Teilnehmer - Beschäftigte ohne Ausbildung bzw. mit am Arbeitsmarkt nicht mehr aktuell verwertbarem Berufsabschluss: Förderhöhe bis zu 500,00 EUR - Personen im SGB II – Bezug, die nicht mit Mitteln des SGB II gefördert werden können: Förderhöhe bis zu 499,99 EUR - Anpassungsfortbildung für Personen mit im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen: Förderhöhe bis zu 1000,00 EUR - Personen ohne Ausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung, die einen Berufsabschluss nachträglich erwerben wollen: Förderhöhe je nach Weiterbildungsart von bis zu 750,00 EUR bis zu 9000,00 EUR. Weitere Informationen unter www.bremen.de/wirtschaft/weiterbildungsberatung/der-bremer- weiterbildungsscheck .

Steuerliche Förderung

Alle im Zusammenhang mit einer beruflichen Fortbildung entstehenden Kosten können als sogenannte Werbungskosten das zu versteuernde Einkommen reduzieren, so dass mindestens der dem persönlichen Steuersatz entsprechende prozentuale Anteil der mit der Fortbildung entstehenden Kosten gespart wird.

Zu den durch eine Fortbildung entstehenden Kosten zählen z.B. die Lehrgangsgebühren, Literaturkosten, Fahrtkosten zum Lehrgang, zu Arbeitsgruppen, Bibliotheken, Prüfungen, Übernachtungskosten sowie Verpflegungsmehraufwand usw. Die Kosten müssen glaubhaft gemacht werden, d.h. hinsichtlich der Fahrtkosten führen Sie z.B. eine Liste.

Zu beachten ist noch, dass für das Finanzamt zählt, wann Gelder tatsächlich geflossen sind. Hinsichtlich der Lehrgangsgebühren zählt also nicht der Zeitpunkt der Fälligkeit, sondern wann Sie tatsächlich gezahlt haben.

 

Die AGSUS Akademie GmbH wird sich um eine ständige Aktualisierung bemühen, kann aber nicht zusichern, immer den aktuellsten Stand wiederzugeben.